Kerzers Kt. Freiburg Info
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- Rico Loosli Administrator
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Kerzers (berndeutsch Cheerzers ; französisch Chiètres Freiburger Patois ) ist eine politische Gemeinde im Seebezirk des westschweizerischen Kantons Freiburg. Die Gemeinde liegt am Ostrand des Grossen Mooses, der grössten Gemüseanbaufläche der Schweiz.
Bevölkerung
Mit 5466 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) gehört Kerzers zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Freiburg. Die Bevölkerungszahl ist seit 1800 langsam, aber kontinuierlich angestiegen. Bedeutende Bevölkerungszuwachsraten wurden während der 1960er-Jahre und seit 1980 verzeichnet. 2020 wurde eine Einwohnerzahl von 5000 erreicht.
Bezüglich der Altersverteilung bilden gemäss Statistik vom Jahr 2000 die 20- bis 64-Jährigen mit 60,8 % die grösste Bevölkerungsgruppe, dann folgen die unter 20-Jährigen mit 27,9 % und die über 64-Jährigen mit 11,3 %.
Von den Bewohnern der Gemeinde sind 87,0 % deutschsprachig, 2,4 % französischsprachig, und 1,0 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die restlichen rund 10 % sind auf verschiedene Sprachgruppen verteilt, wobei Spanisch und Italienisch den grössten Prozentsatz ausmachen. Der Ausländeranteil beträgt Ende 2024 31,0 % und liegt damit deutlich über dem Mittel des Kantons Freiburg (2023: 24,7 %).
Die Bevölkerung von Kerzers ist überwiegend protestantisch-reformiert. Im Jahr 2000 waren 68 % der Bewohner Protestanten. 16 % waren Katholiken. Weitere 16 % gehörten entweder anderen Glaubensrichtungen an, waren konfessionslos oder machten keine Angaben.
Leider. dies sollte nicht vergessen werden
Postauto-Brand von Kerzers
Der Postauto-Brand von Kerzers war der Brand eines Postauto-Busses am 10. März 2026 in der Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg in der Schweiz. Das Fahrzeug geriet im Ortszentrum in Brand und wurde vollständig zerstört. Sechs Menschen kamen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Die Behörden gehen von einer vorsätzlichen Handlung aus; die Ermittlungen dauern an.
Hergang
Am frühen Abend des 10. März 2026 geriet ein Postauto im Zentrum von Kerzers in Brand. Augenzeugen berichteten von einem rasch ausbrechenden Feuer, wodurch das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit vollständig in Flammen stand. Die erste Meldung bei der Kantonspolizei ging um 18:25 Uhr ein.
Das betroffene Fahrzeug – ein Bus des Modells Setra S 415 NF – war auf der Linie 122 unterwegs, die zwischen Düdingen und Kerzers verkehrt.
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste rückten mit einem Grossaufgebot aus. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Fahrzeug vollständig in Flammen. Im Inneren des Busses fanden die Einsatzkräfte verstorbene Personen vor.
Opfer
Bei dem Brand kamen sechs Menschen ums Leben, fünf Opfer und der mutmassliche Täter. Fünf weitere Personen wurden verletzt und in umliegende Spitäler gebracht. Zu den Todesopfern gehören Lara Baumgartner, Radiomoderatorin bei Energy Bern, sowie der Busfahrer.
Bei den zu Tode gekommenen Passagieren handelte es sich laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Freiburg neben dem mutmasslichen Täter, einem 65-jährigen Schweizer, um zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 16 und 29 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige und in der Region wohnhaft. Der Chauffeur (63) war portugiesischer Staatsbürger.
Gemäss der Mitteilung wurden auch die Verletzten identifiziert: Es handelte sich um zwei Männer im Alter von 34 und 61 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 27 und 56 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige, und einen 32-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen. Alle Verletzten waren in der Region wohnhaft.
Ermittlungen
Die Kantonspolizei Freiburg leitete unmittelbar nach dem Ereignis Ermittlungen zur Brandursache ein. Laut ersten Angaben der Behörden gibt es Hinweise auf eine absichtliche Handlung und den Einsatz eines Brandbeschleunigers. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund lagen zunächst nicht vor.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg sowie kriminaltechnische Spezialisten untersuchten den Vorfall und sicherten Spuren am Brandort.
Reaktionen
Bundespräsident Guy Parmelin sprach den Angehörigen der Verstorbenen sein Beileid aus: «Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der [Schweiz] bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind. Die Hintergründe werden geklärt. Den Angehörigen der Verstorbenen von Kerzers spreche ich mein Beileid aus. Und ich denke an die Verletzten [und] die Rettungskräfte.» Parmelin bezog sich dabei auf die Brandkatastrophe von Crans-Montana vom 1. Januar 2026.
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Auch die Schweizerische Post zeigte sich schockiert und betroffen. Stefan Regli, CEO der PostAuto AG, sprach im Namen des Verwaltungsrates und der gesamten Konzernleitung allen sein Beileid aus.
Die beiden Parlamentskammern des Bundes haben zum Start in den Sessionstag der Opfer des Brandes gedacht. Die Ratsmitglieder erhoben sich für eine Schweigeminute.
